Bombay Gin: Wie gut ist der Sapphire Gin wirklich?

Bombay Sapphire ist eine Marke der Bacardi Gruppe. Auch wenn die Verpackung dieses Gins historisch anmutet, ist der Gin relativ neu am Markt: Er wurde von der Firma Diageo im Jahr 1987 eingeführt. Diageo verkaufte die Marke dann im Jahr 1997 an die Bacardi Gruppe. Diese bauten die Marke suksessiv aus. Denn bis zu diesem Zeipunkt wurde die Barszene vor allem von Gordons Gin beherrscht. Gordons Gin ist jedoch ausgesprochen wacholderlastig. Die Positionierungslücke bestand dadurch darin einen milden Gin anzubieten. Bombay Gin füllte diese Lücke dann erfolgreich aus. Seinen Namen verdankt der Gin der indischen Geschichte. Keine verkehrte Assoziation, denn in der Britischen Kolonie wurde gerne Gin & Tonic getrunken. Man sagte dem Getränk nach, dass es eine wirkungsvolle Malariaprophylaxe darstellt. Der Name Sapphire bezieht sich widerrum auf den "Stern von Bombay", einen 182-karätigen (36,5 Gramm) Saphir aus Sri Lanka. Er war im Besitz der Schauspielerin Mary Pickford, die ihn von Ihrem Ehemann Douglas Fairbanks geschenkt bekam. Mittlerweile ist der Saphir im Smithsonian's National Museum in Washington ausgestellt.

 

Die Flasche des Bombay Sapphire Gin:

Die Flasche besitzt eine schöne traditionelle Erscheinung. Es gibt jedoch verschiedene Ausführungen des Gins. Die meistverkaufte Variante des Gins ist in einer blauen Flasche abgefüllt. An der Seite der Flasche sind die Botanicals des Gins in das Glas eingedruckt. Auf allen Etiketten ist Queen Victoria abgebildet.

Bombay Sapphire, so schmeckt der Gin:

Insgesamt wird Bombay Gin mit 10 verschiedenen Botanicals hergestellt. Der Hersteller wirbt mit dem Claim "exotische Botanicals", wahrscheinlich um den Bezug zur Kolonialzeit herzustellen. Diese 10 Botanicals sind Mandeln, Zitronenschale, Süßholz, Wacholderbeeren, Veilchenwurzel, Anglikawurzel, Koriandersamen, Zimt, Pfeffer und Paradieskörner. Der Gin ist dreifach destilliert und besitzt 40% Alkohol, womit er sich am unteren Ende der alkoholischen Stärke eines Gins befindet. Üblicher sind 42%-44%. Die Kräuter werden nicht mazeriert, sondern "hängen" in einem Korb in der Destille. Die sogennante Dampfdestillation erzeugt einen milderen Geschmack. Dies ist auch die Besonderheit des Bombay Gins. Er ist ausgesprochen mild. Wenn man diesen Gin mit anderen im Kupferkessel destillierten Gins vergleicht, so fällt diese Milde ganz extrem auf. Deswegen gilt Bombay Sapphire auch als Einsteiger-Gin ohne größere Ecken und Kanten. Wir persönlich präferieren geschmacklich stärkere, kupferdestillierte Gins.

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Welche Gins schmecken besser als Bombay Sapphire?

Geschmack ist natürlich immer subjektiv. Aber wenn Du dich etwas mehr mit Gin beschäftigst, wirst Du merken, dass Bombay Sapphire kein besonders spannender Gin ist. Im Gin & Tonic sticht vor allem die Bitternote des Tonic Wassers hervor, der Gin geht gänzlich unter. Deswegen stellen wir Dir im folgenden eine Liste an alternativen Gins vor, die alle Ihren ganz eigenen Charakter haben:

Six Ravens London Dry Gin:

Dieser Gin wird mit frischen Ingwerwurzeln destilliert. Dies verleiht ihm einen kräftigen, leicht würzigen Geschmack. Im Gin & Tonic ist Six Ravens Gin deutlich herauszuschmecken. Wir empfehlen diesen Gin auch einmal pur zu trinken.

Ferdinands Gin:

Ferdinands Gin ist ein deutscher Gin aus dem Saarland. Er wird u.a. mit Lavendel destilliert. Dies verleiht ihm eine leicht mediterrane Note. Zudem besitzt er eine Rieslinginfusion. D.h. dem Destillat wird etwas Riesling zugesetzt, um ihm eine fruchtige Note zu verleihen. Alles in allem kann Ferdinands Gin im Geschmackstest durchaus überzeugen. Im Vergleich zu einem Bombay Sapphire Gin ist dieser Gin deutlich intensiver im Geschmack.

Monkey Gin:

Monkey 47 Gin ist ebenfalls ein deutscher Gin, der mit 47 Botanicals hergestellt wird. Unter anderem lokale Kräuter, Früchte und Gewürze aus dem Schwarzwald. Monkey 47 ist ein geschmacklich intensiver Gin mit deutlichen Zitrusnoten. Wenn Du bisher immer Bombay Gin getrunken hast, wirst Du begeistert sein, wie komplex und voll ein Gin schmecken kann. Die Grapefruitnoten des Monkey Gin sind umgarnt von den herben Noten der Wacholderbeeren. Im Abgang bleibt der Geschmack lange im Gaumen, ein wahrer Genuß. Viel Spaß mit diesen Gins!

Guter Gin